Einführung von Werner Zachmann, November 2014
1970 veröffentlichte Ernst Klett einen als Privatdruck herausgegebenen Brief-Band Herbert Fritsches – betitelt: Briefe an Freunde. Dieser Briefband, der in einer nummerierten Auflage von 1000 Exemplaren herausgegeben wurde, fand großen Widerhall unter den Freunden Herbert Fritsches und ist heute eine gesuchte Rarität.
Ganz in dieser Tradition steht die jetzt neu herausgegebene Fritsche Briefband-Trilogie1. Aus dem großen Fundus an Briefen wurden drei Themenschwerpunkte ausgewählt und zu dieser einzigartigen Sammlung zusammengestellt.
Herbert Fritsche in Briefen, das zeigt uns einen anderen Herbert Fritsche: Scharf, bestechend und überzeugend war er immer, aber im persönlichen Gespräch sozusagen – in Form von Briefen – drückt sich diese, seine Gabe, nochmals stärker und unmittelbarer aus. Es ist, als höre man ihn sprechen.
1Die drei Briefbände wurden 2014 zunächst als Gebunde Ausgaben limitiert als Privatdruck herausgegeben. Ende 2025 wurden sie in die neu aufgelegte Herbert Fritsche Studienausgabe integriert. Einzelne Exemplare der Erstausgabe können bei Interesse via Kontaktformular beim Herausgeber angefragt werden.
Ergänzender Hinweis zur Quellenlage der Briefbände
Die überlieferten Dokumente liegen hauptsächlich als maschinenschriftliche Originale sowie als zeitgenössische Durchschlagskopien vor. Sie stammen überwiegend aus privaten Sammlungen, insbesondere von Helmut Klepzig, Sulamith Fritsche und Ernst Klett, welche die in ihrem Besitz befindlichen Briefe Werner Zachmann anlässlich seiner Recherchen zur Biografie über Herbert Fritsche zur Verfügung stellten.
Für die editorische Bearbeitung der Briefbände wurden die zugänglichen Dokumente fotokopiert und dokumentiert. In zahlreichen Fällen erfolgte eine manuelle Transkription der Texte, da eine technische Digitalisierung aufgrund der Materialbeschaffenheit der Vorlagen nicht durchgehend möglich war.
Die den Editionen zugrunde liegenden Kopien befinden sich in der Sammlung Werner Zachmann (SZ). Die umfangreiche Sammlung bildet die überlieferte Korrespondenz nur in Auswahl und Teilen ab; vollständige Briefwechsel sind selten überliefert. Wir verweisen auch auf die Vorworte in den drei Briefbänden. Ein Register der vorhandenen Briefe und Korrespondenzen ist in Vorbereitung.