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Herbert Fritsche (1911–1960)

Schriftsteller · Lyriker · Kulturphilosoph · Biograph · Homöopathie-Historiker · Grenzwissenschaftler


1911–1929 | Kindheit, Jugend, Ausbildung

1911
14. Juni, 21:30 Uhr: Geburt in Rixdorf (seit 1912 Berlin-Neukölln), Elbestraße 5. Einziges Kind des Einkaufsabteilungsleiters bei Telefunken, Hermann Fritsche, und seiner Frau. Evangelisch getauft. Später Umzug nach Neukölln, Treptower Str. 92/3.

1923
Astronomie- und Astrologie-Unterricht beim Astrologen Stelzer.

1927
9. Oktober: Erstes Gedicht im unveröffentlichten Gedichtband „Orion".

1928
Die Glühwürmchen-Barkarole, Gedichte. Verlag Die Mitternacht, Berlin. 2. Auflage 1932 unter dem Titel „Gedichte", Die Rabenpresse, Berlin.

1929
Abitur am Kaiser-Friedrich-Realgymnasium Neukölln (heute Ernst-Abbe-Gymnasium). Studium: 1 Semester Psychologie, danach Biologie. Promotion am 14.10.1936 zum Dr. phil. (magna cum laude).


1930–1935 | Frühe literarische Phase

1930
Verschneites Atelier, Gedichte. Herausgeber der lyrischen Zeitschrift „Der Taugenichts" (1930–1931, 3 Hefte). Mitarbeiter u.a.: Benn, Zech, Else Lasker-Schüler, Hermann Hesse.

1931
Narrenkalender, Gedichte mit Zeichnungen von John Uhl.

1932
Durch heimliche Türen, Gedichte.

1933
Mandragora, Gedichte. Ende 1933 – Ende 1935: Herz- und Angstneurose.

1934
Im Dampf der Retorte, Gedichte. Kleines Lehrbuch der weißen Magie, Prag (Neuauflage 1962).

1935
August Strindberg, Gustav Meyrink, Kurt Aram – Drei magische Dichter und Deuter.


1936–1945 | Wissenschaft, Okkultismus, Krieg

1936–1937
Zoologe bei Riedel de Haen, Berlin-Britz.

1937
Die Stadt in der Phiole. Iatrosophia. Beginn intensiver Studien zur Homöopathie und zu Samuel Hahnemann. Schriftführer des Forschungsringes der „Deutschen Gesellschaft für wissenschaftlichen Okkultismus" (1937–1941).

1938
Pan vor den Toren. Die Atemschule. Herausgeber der Zeitschrift „Die Säule" (1938–1941).

1939
Heirat mit Elfriede Kurtzer. Mitglied der „Christengemeinschaft". Der große Holunderbaum.

1940
Feuilletonschriftleiter beim „Berliner Lokal-Anzeiger". Der Erstgeborene (mehrere Auflagen bis 1953). Weitere Werke u.a.:

  • Tierseele und Schöpfungsgeheimnis
  • Die Weisheit des Maharshi
  • Die Beherrschung des Sonnengeflechts
  • Schutz gegen Dunkelkräfte

Evakuierung nach Bad Pyrmont.

1941
Schutzhaft im Gefängnis Berlin-Alexanderplatz als Wortführer einer okkultistisch ausgerichteten Biologie. Paracelsus als Richter.

1942
Verbot der 3. Auflage von „Der Erstgeborene". Samuel Hahnemann. Idee und Wirklichkeit der Homöopathie.

1944
Vernichtung der Berliner Wohnung durch Bombenangriffe. Verlust von 7000 Büchern und Kunstwerken, u.a. von Nolde und Kubin.


1945–1953 | Neubeginn und geistige Neuorientierung

1945
Christliche Heilkunst.

1946
Pyrmont – Aus der Gnadengeschichte einer Stätte.

1947
Scheidung der ersten Ehe. Austritt aus der Anthroposophie. Eintritt in die Theosophische Gesellschaft (bis 1948). Zeit der Lilie, Gedichte.

1948
Zweite Ehe mit Johanna Maria Lackmann. Adoption zweier Töchter. Liberal-katholische Trauung.

1949
Sinn und Geheimnis des Jahreslaufs. Herausgeber der Zeitschrift „Merlin".

Ordenszugehörigkeiten bis 1960:

  • Hochgrad im O.T.O.
  • Fraternitas Rosicruciana Antiqua
  • Patriarch der Ecclesia Gnostica Catholica

Ordensname: Basilius alias Merlin Peregrinus / Merlin Maledictus

1950
Samen des Morgenlichts, Gedichte. Neubearbeitung von du Prel: Das Rätsel des Menschen. Schwere finanzielle Bedrängnis.


1953–1960 | Späte Jahre

1953
Erlösung durch die Schlange. Umzug nach Stuttgart. Geburt der Tochter Sulamith.

1958
Umzug nach Gilching bei München. Scheidung. Dozent an der Heilpraktiker-Fachschule München. Beginn schwerer Depressionen.

1960
20. Juni, 14:40 Uhr: Tod in München (49 Jahre). Todesursache: Pneumonie und Herz-/Kreislaufversagen. Beisetzung am 24. Juni auf dem Waldfriedhof München (griechisch-orthodoxer Ritus).


Posthume Veröffentlichungen

  • 1967 – Die Vaganten
  • 1970 – Briefe an Freunde
  • 1978 – Am Saum des großen Vorhangs
  • 1981 – Orion (Sonderdruck)
  • 1981 – Die lyrischen Porträts (Sonderdruck)
  • 1991 – Baum der Käuze Corvinus Presse Berlin
  • 2011 bis 2014 – Diverse Beiträge im Rahmen der HF-Gesamtausgabe
  • 2014 – Briefe Band I (Privatdruck) 2026 integriert in die Neuauflage der HF-Gesamtausgabe
  • 2014 – Briefe Band II (Privatdruck) 2026 integriert in die Neuauflage der HF-Gesamtausgabe
  • 2014 – Briefe Band III (Privatdruck) 2026 integriert in die Neuauflage der HF-Gesamtausgabe


Werkübersicht

Das Gesamtwerk umfasst:

  • 34 Bücher und Broschüren
  • ca. 400 Fachaufsätze in Tageszeitungen
  • ca. 200 umfangreiche Zeitschriftenartikel
  • mindestens 1000 kleinere Artikel (u.a. Buchkritiken)
  • unzählige Gedichte
  • Herausgeber von 3 Zeitschriften
  • zahlreiche Vorträge

Mitarbeit u.a. in: Neue Rundschau, Neue Deutsche Hefte, Das 20. Jahrhundert, Die Neue Linie, Die Sozialistischen Monatshefte


Lyrik – Gedichtbände

  • Die Glühwürmchen-Barkarole (1928)
  • Verschneites Atelier (1930)
  • Narrenkalender (1931)
  • Durch heimliche Türen (1932)
  • Mandragora (1933)
  • Im Dampf der Retorte (1934)
  • Zeit der Lilie (1947)
  • Samen des Morgenlichts (1950)
  • Die Vaganten (1967)
  • Herbert Fritsche Sämtliche Gedichte - Teil I (1967, Privatdruck)
  • Am Saum des großen Vorhangs (1978)
  • Orion (1981, Sonderdruck)
  • Die lyrischen Porträts (1981, Sonderdruck)
  • Zeit der Lilie Gedichtband (2012, Neuausgabe 2026)
  • Gedichtbände Sammelband (2013, Neuausgabe 2026)